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Befreiung religionsunterricht Muster

Jedes neue Zeitalter des klösterlichen Lebens und der Ordensgemeinschaften befasst sich mit den wahrgenommenen apostolischen Bedürfnissen und kirchlichen Interessen der Epoche, sei es für großklösterliche Zitadellen, Herbergen für Kreuzfahrer und Pilger, Heiligtümer vor Pest und Verfolgung, Krankenhäuser, Schulen, Waisenhäuser, Hospize, Essküchen oder Wegstationen für staatliche Versorgungspolitiken in der Gemeinschaft. Das Mönchtum dient als Ligatur, die Zivilisationen ost und westlich an ihre Vergangenheit bindet, und eine Brücke, über die Lehren aus der religiösen Suche in die Zivilgesellschaft übergehen. Es überrascht nicht, dass militante säkulare Regime (siehe Säkularisierung) einen Vorwand gefunden haben, um klösterliche Vermögenswerte zu beschlagnahmen und (und schlimmer) religiöses Personal zu säkularisieren. Das Mönchtum und die religiösen Orden bieten den großen Weltreligionen vielfältige und gemischte Vorteile: ein Ventil für “Charismen”, um dann zu gedeihen; ein Opportunitätskontext für eine spezialisierte religiöse “Arbeitsteilung”; sozialer Raum, um ein Reich des zwischengeschalteten Assoziationslebens – kollegial – innerhalb des komplexen organischen kirchlichen Gemeinwesens (der communitas communitatum) ohne Abspaltung von der Mutterkirche zu kultivieren. Gleichzeitig sind Fanmi Lavalas in Haiti, die Landless Workers` Movement in Brasilien und Abahlali baseMjondolo in Südafrika drei Organisationen, die die Befreiungstheologie nutzen. [30] 57. Die evangelische Liebe und die Berufung, Kinder Gottes zu sein, zu denen alle berufen sind, haben daher das direkte und zwingende Gebot der Achtung aller Menschen in ihrem Recht auf Lif a und auf Würde. Es gibt keine Kluft zwischen der Nächstenliebe und dem Wunsch nach Gerechtigkeit. Die beiden zu kontrastieren, heißt, sowohl Liebe als auch Gerechtigkeit zu verzerren. Tatsächlich vervollständigt die Bedeutung der Barmherzigkeit die Bedeutung der Gerechtigkeit, indem sie verhindert, dass sich die Gerechtigkeit im Kreis der Rache verschließt.

Die bösen Ungerechtigkeiten und Unterdrückungen jeder Art, die heute Millionen von Männern und Frauen befallen, widersprechen offen dem Evangelium Christi und können das Gewissen eines Christen nicht gleichgültig lassen. Die Kirche geht in ihrer Neigung zum Geist treu auf dem Weg zur authentischen Befreiung voran. Ihre Mitglieder sind sich ihrer Versäumnisse und ihrer Verzögerungen bei dieser Suche bewusst. Aber eine große Zahl von Christen hat seit der Zeit der Apostel ihre Kräfte und ihr Leben der Befreiung von jeder Form der Unterdrückung und der Förderung der Menschenwürde verpflichtet. Die Erfahrung der Heiligen und das Beispiel so vieler Dienste für den Nächsten sind heute ein Ansporn und ein Leuchtfeuer für die befreienden Unternehmungen. Durch sein Kreuz und seine Auferstehung hat Christus unsere Erlösung herbeigeführt, die Befreiung im stärksten Sinne des Wortes, da sie uns vom radikalsten Übel befreit hat, nämlich der Sünde und der Macht des Todes.

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