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§115b sgb v Vertrag

Die systematische Einhaltung der Infektionskontrollprinzipien in der Chirurgie, ob stationär oder ambulant, ist eine unabdingbare Voraussetzung für ein Qualitätsmanagement. In Deutschland war die Einführung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) am 1. Januar 2001 ein Meilenstein für die Regulierung der Rahmenbedingungen in der ambulanten Chirurgie. Wieder einmal standen Probleme bei der Infektionskontrolle im Mittelpunkt. Section 36(1) IfSG legt fest, dass infektionskontrollpolitische Maßnahmen interne Verfahren zur Infektionsprophylaxe in Übereinstimmung mit Qualitätssicherungsmaßnahmen festlegen. Am 1. Januar 2004 wurde dies u. a. durch einen neuen Dreiervertrag auf der Grundlage von Art. 115b des Buches 5 des Sozialgesetzbuches (SGB V) weiter verstärkt.

Da die Erfahrung zeigt, dass Vorfälle eher zu Haftungsansprüchen führen, je kleiner die Operation und je unerwarteter die Komplikationen aus der Sicht eines Laien sind, wird die Operation an Patienten, die die Nacht vor und nach der Operation außerhalb des Krankenhauses oder der Klinik verbringen, zu einem besonders haftungsgefährdeten Bereich. In hautreich an Talgdrüsen (z.B. Perineum, Intertriginous Regions) schreibt die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) vor, dass der zu desinfizierende Hautbereich 10 Minuten lang dauerhaft mit einem geeigneten Desinfektionsmittel benetzt werden muss (kontinuierliche, direkte Exposition). Nach Para. 5 der Infektionsverhütungsverordnung dürfen nur die in der Desinfektionsstoffliste aufgeführten und gemäß den Leitlinien für die Prüfung chemischer Desinfektionsmittel geprüften Und vom DGHM als wirksam erachteten Desinfektionsmittel verwendet werden. Die wichtigsten verwendeten Antiseptika sollten vorzugsweise Produkte sein, die einen hohen Alkoholanteil enthalten. Povidone-Jod-Verbindungen sind eine geeignete Option für Patienten, die sich einer operationellen Operation ambulant unterziehen, wegen der unangenehmen reizenden Wirkung von alkoholbasierten Produkten, wie sie von Patienten, die kein Vollnarkose erhalten, erfahren. Das Antiseptikum sollte mit einem imprägnierten Tupfer angewendet werden, um die durch die mechanische Wirkung vermittelte Wirkung zu potenzieren. Wer andere als die aufgeführten Agenten und Methoden einsetzt, handelt fahrlässig und rechtswidrig gemäß Section 69(2) des Bundesseuchengesetzes (BSG) und nach Section (6) der Infektionskontrollverordnung.

Für die Infektionsprävention in der Skrotalchirurgie ist die systematische Einhaltung der Infektionskontrollprinzipien eine unabdingbare Voraussetzung für ein Qualitätsmanagement. In Section 2(2) der Infektionsverhütungsverordnung [3] ist festgelegt, dass der Arzt, der ein solches Verfahren durchführt, vor dem Eingriff in die Haut die Haut des Operationsbereichs desinfizieren muss. Die Hautdesinfektion ist als Mittel zur möglichsten Tötung der Mikroben auf der Haut gedacht, um zu verhindern, dass sie in die Wunde gelangen, mit dem Ziel, möglichst aseptisch wie möglich eine Operationswunde zu erhalten. Die Hautdesinfektion richtet sich vor allem gegen die eigene bakterielle Hautflora des Patienten. Staphylocci sind ein besonderes Problem. Angesichts der hohen Besiedlungsraten im follikulär-perifollikulären Skrotalhautbereich und ihrer potenziellen Pathogenität müssen bei der Durchführung von Desinfektionsmaßnahmen strenge Anforderungen erfüllt werden.

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